- Alles rund ums Reisegepäck: Handgepäckbestimmungen, Gepäckart, Packempfehlungen auf der Reise
- Landessprache
- Medizinisches: Arztbesuch vor Reiseantritt, Impfungen, Höhenkrankheit, Hygiene und Körperpflege, Reiseapotheke
- Visa- und Einreisebestimmungen
- Wetterinformationen und beste Reisezeit
- Internet, Telefon und Post
- Wichtige Adressen und Rufnummern
- Zahlungsmittel
ALLES RUND UMS REISEGEPÄCK
1. Handgepäck-Bestimmungen
Auf Flügen, die in Europa starten sowie auf Anschlussflügen ab Europa dürfen Flüssigkeiten nur noch eingeschränkt mit in die Flugzeugkabine genommen werden. Dazu gehören auch alle innerdeutschen Flüge. Bitte beachten Sie, dass sich immer mehr Länder diesen Handgepäckbestimmungen anschließen.
Flüssige und gelartige Produkte, wie z. B. Pflege- und Kosmetikartikel, sind im Handgepäck gestattet, sofern sie den folgenden Bestimmungen entsprechen:
- Behältnisse mit Flüssigkeiten und ähnlichen Produkten dürfen bis zu 100 ml fassen (es gilt die aufgedruckte Höchstfüllmenge).
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Alle einzelnen Behältnisse müssen vollständig in einem transparenten, wieder verschließbaren Plastikbeutel ( z. B. sogenannte "Zipper") mit max. einem Liter Fassungsvermögen transportiert werden. Je ein Beutel pro Person, welcher bei der Sicherheitskontrolle separat vorgezeigt werden muss.
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Medikamente und Spezialnahrung (z. B. Babynahrung), die während des Fluges an Bord benötigt werden, können außerhalb des Plastikbeutels transportiert werden. Diese Artikel müssen ebenfalls an der Sicherheitskontrolle vorgelegt werden.
- Artikel und Beutel, die den Maßgaben nicht entsprechen, dürfen nicht mit an Bord genommen werden. Eine ähnliche Regelung gilt auf Flügen und Umsteigeverbindungen in die USA.
- Bei Anschlussflügen aus der Schweiz in die EU und von dort nach Südamerika: Duty Free Artikel, die an Flughäfen in der EU oder an Bord von in der EU registrierten Flugzeugen, z. B. auf einem Lufthansa Flug, erworben wurden, dürfen in einer versiegelten Tüte mitgeführt werden, sofern ein Kaufbeleg vom selben Tag vorliegt (gilt nicht für Codeshare Flüge). Die Versiegelung der Artikel wird von der Verkaufsstelle vorgenommen.
- Für die Mitnahme von flüssigen bzw. gelartigen Duty Free Artikeln im Handgepäck gelten ebenfalls spezielle Bestimmungen, abhängig vom Reiseziel. Bitte erfragen Sie diese vor Ort an der Verkaufsstelle.
Wir haben keinen Einfluss auf die gesetzlichen Auflagen und eventuelle kurzfristige Änderungen und bitten Sie daher, sich vor Antritt der Flugreise bei den zuständigen Stellen (Airline, Flughafen) zu informieren, dies bereits bei der Reiseplanung zu berücksichtigen und das Handgepäck auf das Nötigste zu reduzieren.
2. Wahl der Gepäckart: Rucksack, Tasche oder Koffer
Grundsätzlich gilt: So wenig wie möglich, soviel wie nötig. Ein zu schweres Gepäckstück wird nicht nur bei heißem Wetter zum Alptraum, sondern erschwert auch die Mitnahme von Souvenirs. Denn eines ist meist sicher: Sie werden den Rückflug mit mehr Gepäck antreten als den Hinflug.
Das Gepäck sollte einer rauen Behandlung gegenüber gewappnet sein. Empfehlenswert ist ein stabiles Gepäckstück wie Rucksack, Seesack oder gut genähte Reisetasche. Hartschalenkoffer sind weniger geeignet (Volumen je nach Bedarf zwischen 60 und 80 l). Besser noch ist ein Kofferrucksack, den Sie in den Städten wie eine Reisetasche nutzen können. Beim Verladen und Transportieren werden die Gepäckstücke oft sehr strapaziert. Achten Sie daher bei Ihrem Gepäckstück auf stabile Verarbeitung.
Eine große, stabile Plastikplane kann gute Dienste leisten, um den Rucksack innen auszulegen, oder ihn auf einer langen, staubigen Piste ganz einzuwickeln (auch bei Regen sehr gut), wenn er sich im Gepäckteil oder auf einem Dachgepäckträger befindet (der Transport auf dem Dach wird i.d.R. vermieden, kann bei maximaler Teilnehmerzahl und bei den kurzen Strecken in Cusco/Yucay jedoch der Fall sein, da hier auf Grund der engen Gassen das Hotel nicht mit einem grossen Bus angefahren werden kann!). Im Trekking- und Globetrotterhandel gibt es auch spezielle Schutzhüllen für Rucksäcke, die wir Ihnen empfehlen möchten.
3. Packempfehlungen auf der Reise
Vor der Fahrt in die Dschungellodge sollten Sie Ihr Gepäck separieren und nur eine kleinere Tasche/Rucksack in die Lodge mitnehmen, das Hauptgepäck können Sie im Stadtbüro der Agentur in Puerto Maldonado deponieren. Hierzu sollten Sie die Trennung des Gepäcks bereits beim Packen vor der Abreise aus der Dschungel-Lodge vornehmen. Der zu deponierende Teil wird dann direkt nach der Ankunft in Cusco zum dortigen Hotel gebracht.
Sie haben außerdem die Möglichkeit einen Teil Ihres Gepäcks vor der Fahrt ins Valle Sagrado (5. Tag) in Cusco zu deponieren, wohin Sie am 7. Tag wieder zurückkehren werden. Auch vor Fahrten nach Machu Picchu können Sie Ihr Hauptgepäck von unserem Fahrer nach Cusco bringen lassen, wo es das Hotel bis zu Ihrer Ankunft sicher verwahrt.
Für den Tagesausflug auf den Titicacasee packen Sie ebenfalls wieder Ihren Tagesbedarf und lassen das Hauptgepäck, das in keinem Fall auf dem Titicacasee transportiert werden kann, im Hotel in Puno zurück.
Die besuchten Regionen liegen zwar alle in der Nähe des Äquators, ein Teil der Reise führt uns aber in Gebiete, die über 3000 m ü. NN und höher liegen. Das bedeutet nicht selten niedrige Temperaturen zwischen 5 und 15 °C (nachts auch Minustemperaturen möglich!). Bitte beachten Sie auch, dass selbst im Hochland Heizungen in den Hotelzimmern unüblich sind. Hier kann ein Schlafsack von Vorteil sein.
Alle notwendigen oder empfohlenen Gegenstände, die nicht ohnehin zur Standardausrüstung einer Reise gehören, haben wir in einer Ausrüstungsliste zusammengestellt, die Sie von uns erhalten können.
Ansonsten mag Ihnen folgende Aufstellung als Unterstützung dienen:
ALLGEMEIN FÜR PERU (LEGERE KLEIDUNG)
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4 T-Shirts oder ähnliches
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Soft-Shell Jacke oder Pullover
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Wind- und Regenjacke
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Badeanzug/Badehose
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Kleines Badetuch
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Sonnenschutzmittel (mind. LSF 30)
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Sonnenbrille
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persönliche Toilettenartikel + Medikamente
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1 Paar leichte Schuhe: knöchelhoch und einigermaßen wasserdicht. Achten sie auf eine robuste Verarbeitung. Wir empfehlen Ihnen, leichte Wanderschuhe mitzunehmen oder zumindest gute und stabile Turnschuhe mit hohem Schaft. Bergschuhe sind nicht notwendig.
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1 Paar Sandalen
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Kopfbedeckung
- für Ihre Elektrogeräte, insbesondere für solche mit Schuko-Steckern: Adapter (im Elektrofachhandel erhältlich).
- Kamera + Ersatzakkus
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kleines Fernglas
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kleinen Rucksack für Machu Picchu Besuch
FÜR DIE KALTEN HOCHLANDREGIONEN DARÜBER HINAUS MINDESTENS:
- 2 warme Pullover (z.B. aus leichtemVlies) – oder sie kaufen Alpakapullover im Land
- 2 lange Hosen
- langärmelige T-Shirts
- 1-2 lange Unterhosen, die es in Geschäften mit Trekkingausrüstung mittlerweile auch in Vlies- oder Thermoqualität gibt.
- warme Socken (Bsp. Trekkingsocken)
FÜR DIE FEUCHTWARMEN REGONEN DARÜBER HINAUS MINDESTENS:
- 1-2 kurze Hosen. Beachten Sie jedoch bitte, dass das Tragen kurzer Hosen in Peru und Bolivien abseits der touristischen Zentren ungewöhnlich ist und bei der örtlichen Bevölkerung Unverständnis und mitunter Gelächter hervorruft.
- Sport-T-Shirts aus Materialien, die den Schweiß schnell wieder nach außen transportieren
VERGESSEN SIE, FÜR DEN FALL, DASS SIE AM INKA TRAIL TEILNEHMEN, NICHT:
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1 Paar leichte Wanderschuhe
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Fernglas
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leichte Regenjacke, die bequem im Wandergepäck verstaut werden kann
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eine Expeditionshose ist praktisch, aber nicht unbedingt notwendig. Eine normale Jeans ist ebenso zweckmäßig.
Bitte nehmen Sie nicht zuviel Kleidung mit. Sie werden an einigen Orten auf der Reise die Möglichkeit haben, Ihre Wäsche sehr preisgünstig waschen zu lassen und mit Sicherheit oft in die Versuchung kommen, schöne Alpakapullover oder andere Textilien zu kaufen.
LANDESSPRACHE
Offizielle Landessprachen in Peru sind Spanisch, das in Südamerika “Castellano“ (sprich: Kastejano) genannt wird, Quechua (die alte Inkasprache) und Aymara (in der Region um den Titicacasee).
Englisch wird in den Touristenzentren, in besseren Hotels und am Flughafen verstanden.
Sprachkenntnisse sind keine Voraussetzung für die Reise, da Sie eine deutschsprachige Reiseleitung haben, die für Sie übersetzen und Kontakte herstellen kann. Der Erlebnisbereich, besonders die Möglichkeit von Begegnungen wird jedoch größer sein, wenn Sie zumindest ein wenig Spanisch sprechen. Selbst wenn die Aussprache falsch ist und man nur einen geringen Wortschatz besitzt, honorieren die Menschen dort jeden Versuch, sich mit Ihnen zu verständigen. Schon mit wenigen Worten durchbricht man die Distanz und stößt plötzlich auf sehr viel Herzlichkeit, Entgegenkommen, Freundlichkeit und Hilfsbereitschaft. Ein kleiner Sprachkurs vor Antritt der Reise kann daher nicht schaden. Vor Ort können wir Ihnen gute Sprachschulen in Quito/Ecuador, in Cusco/Peru oder Sucre/Bolivien empfehlen.
MEDIZINISCHE HINWEISE UND EMPFEHLUNGEN
1. Impfungen
Grundsätzlich weisen wir Sie darauf hin, dass derzeit für Peru keine Impfvorschrift besteht, einige Impfungen (Diphtherie, Hepatitis A, Polio, Tollwut, Tetanus und Typhus) jedoch dringend empfohlen werden. Sollte ein Dschungelaufenthalt in Puerto Maldonado oder in Iquitos geplant sein, empfiehlt sich ein Schutz vor Gelbfieber und Malaria. Ferner ist ein gutes Insektenschutzmittel für die Dschungelregion ratsam.
Wir werden zu diesem Thema nachfolgend Hinweise und Empfehlungen geben, welches in keinem Fall den Besuch beim Hausarzt oder Tropeninstitut ersetzen:
- Spätestens zwei Monate vor der Abreise sollten Sie die Wirksamkeit der geltenden Standardimpfungen überprüfen, da bei eventuell notwendigen Auffrischungen häufig relativ große Abstände zu Reise-Impfungen einzuhalten sind. Dies kann den Impfplan in entscheidendem Maße beeinflussen.
Zu den erforderlichen Standardimpfungen gehören die gegen Tetanus (Wundstarrkrampf), Polio (Kinderlähmung) und Diphterie (vor allem bei Kindern wichtig; meist eine Kombinationsimpfung mit Tetanus). Bitte kontrollieren Sie Ihren Impfausweis, ob Sie noch über den erforderlichen Schutz verfügen oder konsultieren Sie Ihren Hausarzt.
- Gelbfieber: Der Schutz gegen Gelbfieber besteht nach einer Impfung für ca. 10 Jahre. Für Peru ist eine Impfung nur bei Reisen in die Urwaldgebiete empfehlenswert und sinnvoll, z.B. wenn Sie sich aufgrund des von Ihnen gewählten Reiseprogramms im tropischen Gebiet um Iquitos oder Puerto Maldonado aufhalten.
Bei Reisen nach/in Bolivien sollten Sie generell über einen Eintrag der Gelbfieberimpfung im internationalen Impfpass verfügen. Ferner, sofern Sie von Peru im Anschluss nach Brasilien reisen, oder, sofern man, z.B. mit der Fluggesellschaft Varig, über Brasilien nach Bolivien einreist.
Durch die langfristige Wirkung können Sie auch bei zukünftigen Reisen in tropische Gebiete von dieser Schutzmaßnahme profitieren.
2. Artztbesuch vor Reiseantritt
Wir empfehlen allen unseren Kunden, sich rechtzeitig vor ihrem Reiseantritt von einem Arzt untersuchen und hinsichtlich der empfohlenen Impfungen beraten zu lassen.
Wichtig ist ebenfalls ein Zahnarztbesuch einige Wochen vor Abreise, denn es gibt zahlreiche Orte, an denen es nur primitive Dentaleinrichtungen gibt.
Sie werden während dieser Reise durch verschiedenste geographische Zonen kommen und dabei häufigen Temperaturschwankungen und Höhenunterschieden ausgesetzt sein. Dies stellt eine Belastung für unsere Körper dar. Lassen Sie sich daher von Ihrem Hausarzt hinsichtlich der für Sie empfehlenswerten Maßnahmen zur Steigerung der körperlichen Abwehr beraten.
3. Reiseapotheke
Trotz guter Vorbereitung und Einhaltung aller empfohlenen Verhaltensregeln kann es im Verlauf der Reise zu Krankheiten kommen. Vor allem Erkältungen treten infolge der Temperaturschwankungen häufiger auf. Auch Reisekrankheit, Magen- oder Darmbeschwerden werden oftmals durch das ungewohnte Essen, Sonnenbrand, Sonnenstich und die Höhenkrankheit (Soroche) ausgelöst. Daher empfiehlt sich die Mitnahme einer kleinen Reiseapotheke, die in Abhängigkeit der individuellen Anfälligkeit folgendes enthalten könnte:
Erkrankungen |
Medikament |
Kreislaufschwäche/Sauerstoffmangel |
Effortil |
Schmerzen und Fieber |
Aspirin, Paracetamol, Neuralgin |
Grippe und Erkältungen |
Grippostad |
Husten und Schnupfen |
Rhinotussal, Codipront, Rhinopront, Nasivin-Spray |
Halsweh |
Imposit, Frubienzym, Salviathymol |
Infektionen (bakteriell) |
Bactrim, Amoxicillin 1000 |
Übelkeit und Erbrechen |
Paspertin, Vomex |
Sodbrennen und Völlegefühl |
Gelusil-Lac, Riopan tbe, Lefax |
Durchfall |
Imodium, Elotrans Neu (beide!), Kohletabletten |
Verstopfung |
Laxoberal, Depuran |
Bauchschmerzen und Krämpfe |
Buscopan, Spasmo-Cibalgin |
Schlafstörungen |
Chloraldurat oder Oropax zum Lärmstop! |
Allergie und Juckreiz |
Fenistil, Lisino |
Sonnenbrand und Insektenstiche |
Systral Gelee, Ultralan-Milch |
Bindehautentzündung |
Idril Sine, Combiamid |
Ohrenschmerzen |
Otalgan Tropfen |
Wundinfektion |
Rethisadona-Lösung und -Salbe |
Die hier angegebene Liste ist zwar sehr umfangreich, ersetzt aber in keinem Fall ein Gespräch mit Ihrem Hausarzt! Medikamente, die Sie nicht kennen, sollten Sie in jedem Fall mit ihm besprechen! Er wird diese Liste mit Ihnen auf die für Sie wichtigsten Mittel eingrenzen.
Denken Sie an eine kleine Erste-Hilfe-Ausrüstung (z.B. Desinfektionsmittel, Wundspray, Schere, Pinzette, Verbandsmittel, Pflaster, elast. Binde, Dreieckstuch, Fieberthermometer).
Vergessen Sie nicht die Mittel, die Sie Daheim schon regelmäßig einnehmen, wie z.B. Anti-Baby-Pille, Antidiabetica, Struma-Präparate, etc.
Aus Gewichts- und Platzgründen lassen Sie die Medikamentenschachteln Daheim und packen alles in eine feste, durchsichtige Plastiktüte.
4. Höhenkrankheit
Höhenkrankheit wird durch Sauerstoffmangel im Blut verursacht und folgende Symptome können auftreten: Kopfschmerzen, Schlafschwierigleiten, Appetitverlust, Übelkeit, Schwindel, starke Kopfschmerzen, schwere Müdigkeit, verminderte Flüssigkeitsabscheidung, Erbrechen und Trägheit.
Zunächst passt der Körper sich gradmäßig an die Höhe an. Nach einigen Tagen ist der Prozess der Anpassung größtenteils abgerundet.
Ob und in welchem Maß wir von der Höhenkrankheit befallen werden, liegt an unserer individuellen Veranlagung - manche Menschen sind mehr betroffen, andere wiederum kaum. Leider gibt es keine Möglichkeiten, um es im Voraus festzustellen. Zwischen 3000 und 4000 Höhenmetern erkrankt durchschnittlich jeder Fünfte leicht. Es dauert meist ca. 6 - 12 Stunden, bis die Beschwerden auftreten, und ebenfalls so lange bis sie wieder abklingen.
Häufiger als die Höhenkrankheit sind Schwindelgefühle und Kopfschmerzen, gerade an den ersten Tagen in der Höhe. Um diesen Problemen entgegenzuwirken, empfehlen wir Ihnen schon vor dem Aufstieg auf über 3000 m leichte Kost, ausreichend Wasser, keine großen körperlichen Anstrengungen und das Einnehmen von Mate de Coca (Tee aus Kokablättern zur möglichen Vorbeugung und Linderung der Höhenbeschwerden). Bei Kopfschmerzen hilft Aspirin. Jedoch sollten Sie bei Schlaflosigkeit kein Schlafmittel einnehmen!
Schwere Kopfschmerzen, Atemnot, Herzklopfen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Schlaflosigkeit sind Warnzeichen drohender Höhenkrankheit. In diesem Fall sollte man möglichst schnell wieder in tiefere Regionen absteigen und den Körper nicht zusätzlich belasten. Bettruhe ist unbedingt ratsam und es ist ein Arzt zu konsultieren. Wenn Sie sich auf Ihrer Reise sehr schlecht fühlen, melden Sie sich bitte immer rechtzeitig bei Ihrem Reiseleiter.
5. Hygiene und Körperpflege auf Reisen
Sicher sollte man es mit den Vorsichtsmaßnahmen nicht unnötig übertreiben. Ein paar Grundregeln sollten Sie jedoch beachten:
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Nur vorbehandeltes oder abgekochtes Wasser trinken. Zur Behandlung empfehlen wir das in Globetrotterläden und Apotheken erhältliche Micropur.
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Sorgfältige Körperhygiene, d.h. öfters Hände waschen. Ein Handdesinfektionsmittel oder/und -tücher bewahren vor unliebsamen Bakterien falls auf der Toilette kein Wasser zur Verfügung steht.
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Nur abgekochte und richtig durchgebratene Speisen essen.
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Keine unschälbaren Obst- und Gemüsesorten essen.
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Eis nur an Orten essen, wo es hygienisch und gut gekühlt erscheint, Eiswürfel in Getränken vermeiden.
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Durch Schwitzen bedingten Salzverlust durch stärkeres Salzen oder Salztabletten ausgleichen. Im Extremfall kann man Elektrolytgetränke kaufen.
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Schutz vor Sonnenbrand, vor allem in großen Höhen. Unbedingt eine Kopfbedeckung tragen, Körperteile, die normalerweise nicht der Sonne ausgesetzt sind, besonders schützen. Bei Sonnencremes auf hohen Lichtschutzfaktor (>30) achten.
Allgemein gilt: was Einheimische essen und trinken, wo sie sich waschen und baden, ist für uns Europäer noch lange kein Maßstab. Die Einheimischen sind durch häufigeren Umgang mit unhygienischeren Verhältnissen und dem Leben in großen Höhen mit einem sehr viel besseren Immunsystem ausgerüstet als wir das sind.
VISA- UND EINREISEBESTIMMUNGEN
Schweizer müssen nur einen noch für mind. 180 Tage gültigen Reisepass vorweisen. Bei der Einreise erhalten Sie eine sog. Touristenkarte (kleines weißes Formular), die normalerweise 90 Tage gültig ist. Wenn Sie Ihren Aufenthalt in Peru verlängern wollen, wenden Sie sich an die Direccion General de Migraciones, Paseo de la Republica 585 in Lima. Eine Verlängerung kann auch in Cusco beantragt werden. Sie zahlen 20 USD und müssen Ihr Rückflugticket vorlegen.
WETTERINFORMATIONEN UND BESTE REISEZEIT FÜR EINE REISE NACH PERU
Peru gliedert sich im Wesentlichen in drei Klimazonen: Küstenregion, Gebirgsregion der Anden und die tropische Amazonasregion. Jede Region besitzt ihre eigenen klimatischen Bedingungen, so kann man nur bedingt die beste Reisezeit bestimmen. Allgemein gesehen ist die Trockenzeit von April bis Mitte-November.
Wegen des kalten Humboldstromes und der Anden im Osten ist die mittlere und südliche Wüstenküste von Peru, in der es kaum regnet, sehr karg. Im Norden macht sich El Nino mit einigen Regenfällen und Temperaturen bis 35°C in den "Sommermonaten", zwischen Mitte-Dezember und Februar, bemerkbar. In der Umgebung von Lima und südlich der Stadt klettert das Thermometer nur selten über 30°C. Im peruanischen "Winter" der Mitte-Mai bis Anfang-Oktober kann es in Lima, bei 15-20°C, schon etwas neblig werden.
In der Andenregion findet man ein völlig anderes Klima. Hier sind die Monate Mitte-März bis Mitte-November die besten Reisemonate. Während es tagsüber meist um die 20°C ist, kann es nachts bis 0°C ausschlagen. In den Bergen regent es nie durchgehend, wie es der Fall in Westeuropa ist. In der Andenregion, in der sogenannten Regensaison, Dezember bis Februar, ergeben sich kurze Platzregen mit folgender starken Sonne; ein buntes Schauspiel zwischen Sonne und Regen. Die Schneefallgrenze liegt meistens bei 5.000 m. Im Amazonasbecken kann es immer regnen, jedoch ist die beste Reisezeit im peruanischen Winter, während der Monate April bis Ende-November.
Es gibt kaum eine Zeitperiode zu der es überall in Peru das optimale Wetter für eine Perurundreise gibt. Man wird schon einen Kompromiß eingehen müssen. Meistens ist die Andenregion das Hauptziel der Urlaubsreise, so bieten sich die Zeitspanne, März – November, bestens an. Allerbesten Monate: April/Mai und Oktober/November.
Aktuelle Wetterinfos finden Sie unter: www.wetteronline.de
INTERNET, TELEFON UND POST
Viele Hotels bieten mittlerweile kostenlose Internetnutzung an. Aber auch der Besuch einer Internetkabine ist in keiner peruanischen Stadt ein Problem. Internetcafes sind weit verbreitet und die Internetnutzung sehr preiswert (pro Stunde ca. 1 Sol).
Peru befindet sich in einem wahren Internet-Café-Boom. Vielerorts und vor allem in den größeren Touristenzentren befinden sich Cafés, von denen man Mails an Freunde und Verwandte schicken kann, um beispielsweise das ein oder andere Anekdötchen von ihren Reiseerlebnissen zu erzählen.
Telefonieren können Sie sehr bequem von einem Münzfernsprecher (telefono publico) in Miraflores, gleich in der Nähe der Banco de Credito, Avenida Prado. In Cusco finden sie die Entel-Zentrale in der Avenida del Sol. Eine weitere private Telefongesellschaft mit gutem Service ist Telefónica.
Beachten Sie bitte, dass Telefonieren vom Hotel aus teuer werden kann. Wie empfehlen Ihnen Telefonkarten für internationale Anrufe zu kaufen. Außerdem gibt es Telefonkabinen, die günstige Minutenpreise für Anrufe nach Europa anbieten. Um ein Handy aus Europa nutzen zu können, muss dieses ein Triband-Handy sein und Ihr Handyanbieter muss einen Partnervertrag mit einem peruanischen Anbieter haben (Auskunft erhalten Sie von Ihrem Handyanbieter).
Auch in Peru sind Post- und Telefon-Dienste mittlerweile privatisiert und organisatorisch voneinander getrennt. In Peru können Sie Ihre Post in den Briefkästen der Hotels (an der Rezeption nachfragen), manchmal auch in Supermärkten mit angeschlossenen kleinen Postämtern aufgeben. Briefe oder auch Postkarten nach Europa kosten um die 2€.
WICHTIGE ADRESSEN UND RUFNUMMERN
Botschaft der Schweiz in Peru: Avenida Salaverry 3240, San Isidro, Lima 27, Peru
Postadresse: Casilla 11-0210, PE-Lima 11
Telefon: (01) 264 0305, Fax: (01) 264 1319
email: lim.vertretung@eda.admin.ch
Öffnungszeiten: Mo - Fr 9.00 - 12.00 Uhr
Vorwahlen
PERU: 0051
Lima: 01
Ica:034
Arequipa: 054
Puno: 054
Cusco: 084
ZENTRAL NOTFALL-NUMMER: 105
Tourist Police Lima: 460-0921, 460-4525
Tourist Police Miraflores: 313-3773
Feuerwehr: 116
Informationsservice:
Peru verfügt über einen Informationsservice und Hilfeleistungsdienst für Touristen, genannt iPerú. Diese Assistenz ist auch nützlich, wenn die erhaltenen Tourismusdienstleistungen nicht den Abmachungen entsprechen.
Telefon: (51-1) 574 8000
E-mail: iperu@promperu.gob.pe
Kreditkarten Emergency Numbers (Lima):
Visa: Tel. 01-4212195; 01- 4413112; 01-427 2112; 01- 4281001
Master Card: Tel. 01-4441891; 01-4441892
American Express: Tel. 01-3304482; 01-3304484
Diners Club: Tel. 01-2212050
ZAHLUNGSMITTEL
Zahlungsmittel in Peru ist der Sol (1 US-Dollar = ca. 2,70 Soles). Den Tausch Ihrer Devisen sollten Sie im Sinne eines günstigeren Wechselkurses im Reiseland und nicht in der Schweiz vornehmen. Ihre Reiseleiter wird Sie über den aktuellen Kurs informieren und Ihnen einen sicheren Ort zum Geldwechseln empfehlen.
Neben der eigentlichen Landeswährung ist der US-Dollar in Peru zum zweitwichtigsten Zahlungsmittel avanciert. In Lima, Cusco und Arequipa kann bisweilen, zumindest in den großen Supermarktketten, direkt in Dollar bezahlt werden. Sie sollten daher den größten Teil Ihrer Bargeld-Devisen in US-$ mitführen.
Generell können Devisen in Peru bei Banken oder sogenannten Casas de Cambio (den Wechselstuben) eingetauscht werden. In Peru ist es üblich und legal US-Dollar und Euro auch bei autorisierten Geldwechslern auf der Straße zu tauschen. Diese Möglichkeit wird insbesondere von den Peruanern selbst wahrgenommen.
Master-Card, VISA- oder auch Diners-Kreditkarten werden lediglich in besseren Restaurants oder Geschäften größerer Städte akzeptiert. Als Zahlungsmittel sind sie lediglich für den Kauf von höherwertigeren Souvenirs (z.B. ein kunstvoll gefertigter Alpaca-Pullover) zu empfehlen oder - sofern sie ihre Reise verlängern möchten - z.B. für den Kauf von Flugscheinen oder für die Bezahlung in sehr guten Hotels.
Es gibt in den großen peruanischen Städten eine Vielzahl von Geldautomaten, an denen problemlos mit Kreditkarte (VISA und Master-Card) Bargeld abgehoben werden kann. Fragen Sie im Zweifelsfall bei Ihrer Hausbank nach, welche Konditionen für die Geldabhebung im Ausland gelten. Einige Kreditinstitute halten günstige Angebote bereit.
Wir empfehlen Ihnen, die Hälfte des geplanten Reisebudgets in bar mitzunehmen (möglichst auch einige kleinere Scheine in Nominationen von 1 US$, bis 20 US$ und keine Noten über 50 US$. Wir weisen Sie vorsorglich darauf hin, dass selbst leicht eingerissene Dollarnoten in Banken und Wechselstuben grundsätzlich abgelehnt werden. Behandeln Sie die Scheine daher sorgsam bzw. achten Sie bereits in der Schweiz auf ihre Unversehrtheit. Den Rest für Ihren persönlichen Bedarf sollten Sie als Kreditkarten- bzw. Bankkarteneinsatz planen.