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Landesinformation PERU

Peru (spanisch República del Perú, amtlich Republik Peru) mit der Hauptstadt Lima am Rimac-Fluss ist ein Staat im westlichen Südamerika und grenzt im Norden an Ecuador und Kolumbien, im Osten an Brasilien, im Südosten an Bolivien, im Süden an Chile und im Westen an den Pazifik. Die Landesfläche beläuft sich auf 1,3 Millionen Quadratkilometer (zum Vergleich: Schweiz: 41.293 km²).Lehmziegelanlage Chan Chan

Den Namen Peru erhielt das Land erst von den spanischen Eroberern. Seine Herkunft ist nicht endgültig geklärt: Teilweise wird er auf einen gleichnamigen Indianerhäuptling im Gebiet des Isthmus von Darién zurückgeführt, von dem die Spanier zum ersten Mal von einem sagenhaften Goldland im Süden erfuhren. Eine andere Theorie erklärt den Namen als Umformung aus dem Wort pelu, das in der Sprache der in Kolumbien lebenden Chibcha „Wasser“ bedeutet.

Die wichtigsten Daten im Überblick

Bevölkerung
- 54% Quechua-, Aymará- und Dschungelindianer
- ca. 32% Mestizen (Nachkommen aus Verbindungen der spanischen Einwanderer und indigenen Landesbevölkerung).
- 13% Nachfahren von europäischen Einwanderern, Chinesen, Japanern und Scharz-Afrikanern

Landessprache
- Spanisch, das von ca. 80% der Bevölkerung als Muttersprache gesprochen wird
- indigene Sprachen verbreitet, von welchen das Quechua und das Aymara die verbreitesten sind.
- neben Spanisch ist Quechua offizielle Landessprache

Klima und Wetter
Peru hat drei unterschiedliche Klimaregionen:
- Costa (Küste) – ca. 11 % der Staatsfläche
- Sierra (Anden, Hochland) – ca. 15 %
- Selva (Regenwald) und Montaña (Nebelwald) – ca. 64 %

Die Costa steht unter dem Einfluss des Humboldtstroms und ist daher weitgehend eine Küstenwüste, in der Landwirtschaft nur entlang der aus den Anden kommenden Flüsse in Flussoasen möglich ist. Im Süden Perus, an der Grenze zu Chile, beginnt die trockenste Wüste der Erde, die Atacama.
Im südlichen Bereich der Costa bis zur Hauptstadt Lima, die ungefähr auf der Hälfte des peruanischen Küstenstreifens liegt, sind Regenfälle im gesamten Jahresverlauf sehr selten.
Nördlich der Hauptstadt Lima nehmen Bodenqualität und Regenfall etwas zu, so dass Landwirtschaft dort auch außerhalb der Flussoasen möglich ist. Die Temperaturen schwanken zwischen 12 °C im Winter und 35 °C im Sommer.

Hinter der schmalen Küstenregion beginnt die Sierra. Sie besteht aus mehreren Bergzügen der Anden, die von Längstälern unterbrochen werden. Typisch für die gesamte Andenregion sind dazu tief eingeschnittene Täler und Durchbrüche der Gebirgsketten durch große Flüsse, an der West- und Ostseite der Kordillere.
Die mittlere Jahrestemperatur in 3.300 m Höhe liegt bei 11 °C. Mitunter sind in der eher niederschlagsarmen Region heftige Regenfälle von Oktober bis April zu erwarten.
Hier sind die Monate Mitte-März bis Mitte-November die besten Reisemonate. Während es tagsüber meist um die 20°C ist, kann es nachts bis 0°C ausschlagen. In den Bergen regent es nie durchgehend, wie es der Fall in Westeuropa ist. In der Andenregion, in der sogenannten Regensaison, Dezember bis Februar, ergeben sich kurze Platzregen mit folgender starken Sonne; ein buntes Schauspiel zwischen Sonne und Regen. Die Schneefallgrenze liegt meistens bei 5.000 m.

Östlich der Anden beginnt die Regenwaldregion („Selva“). Der Übergang ist dabei fließend, da es einen tropischen Bergwald gibt, in dem ein milderes Klima herrscht.
In der durch Tageszeitenklima bestimmten Region beträgt die Jahresmitteltemperatur ca. 26 °C und der Jahresniederschlag erreicht bis zu 3.800 mm. Dort entspringen auch weitere Quellflüsse des Amazonas, der durch das Amazonasbecken in Richtung Brasilien fließt.
Der peruanische Regenwald ist dicht und fast undurchdringlich. Die Flüsse, die von den Ketten der Anden in weiten Flussschlingen zum Amazonas strömen, sind die einzigen Verkehrsadern durch die weiten Waldgebiete.
Die einzigen größeren und auch für den Tourismus wichtigen Städte in dieser Region sind Iquitos (Nordosten) und Puerto Maldonado (Südosten). Iquitos ist von Lima aus nicht auf dem Landweg erreichbar, sondern nur mit dem Flugzeug oder dem Boot. Puerto Maldonado hingegen kann per Boot, Fahrzeug oder Flugzeug erreicht werden.

Die beste Reisezeit für eine Reise nach Peru
Es gibt kaum eine Zeitperiode, zu der überall in Peru das optimale Wetter für eine Perurundreise herrscht. Man wird schon einen Kompromiss eingehen müssen. Meistens ist die Andenregion das Hauptziel der Urlaubsreise, so bieten sich die Zeitspanne, März – November, bestens an. Allerbesten Monate: April/Mai und Oktober/November.

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